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Starkregen und Frühwarnsystem
FDP hinterfragt Vorsorge für Zwingenberg und Rodau

Anfrage
FDP Zwingenberg

Starkregenereignisse und Unwetterrisiken nehmen spürbar zu. Nachdem der Kreis Bergstraße im Sommer 2026 eine umfassende Starkregengefahrenkarte vorgestellt hat, setzt sich die FDP-Fraktion Zwingenberg für einen wirksamen Schutz der Bürgerinnen und Bürger ein. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Uta Ommer hat zur Stadtverordnetenversammlung am 24. September 2026 eine offizielle Anfrage an den Stadtverordnetenvorsteher gerichtet.

FDP Ortsverband Zwingenberg
Der Fraktionsvorsitzende
FDP-Fraktion Zwingenberg
Freie Demokraten
FDP

An den Stadtverordnetenvorsteher der Stadt Zwingenberg
Herrn Dr. Andreas Kovar

Zwingenberg, den 31.08.2026
Anfrage zur Stadtverordnetenversammlung am 24.09.2026
Starkregenereignisse
Sehr geehrter Stadtverordnetenvorsteher,
sehr geehrte Damen und Herren,

im Namen der FDP-Fraktion stelle ich folgende Anfrage für die Stadtverordnetenversammlung am 24.09.2026:

Im Juli 2026 hat der Kreis Bergstraße eine Starkregengefahrenkarte für den Kreis Bergstraße der Öffentlichkeit vorgestellt. Anhand dieser Karte kann man topographisch gefährdete Bereiche identifizieren, wo sich bei einem extremen Starkregenereignis (statistische Wiederkehrzeit für ein solches Ereignis: 30 Jahre) Wasser aufstauen kann.

Neben diesen extremen Starkregenereignissen gibt es jedoch auch das Risiko von außergewöhnlichen Starkregenereignissen, die durchaus häufiger vorkommen können. Insbesondere auch in Verbindung mit trockenen Böden – wie im Sommer 2026 – oder auch bereits gesättigten Böden können starke Regenfälle Überflutungen mit sich bringen.

Auf der Homepage des Kreises Bergstraße wird mitgeteilt, dass aktuell ein Frühwarnsystem mit Sensoren und dem Abgleich mit Regenradarbildern im Aufbau ist, um gegebenenfalls frühzeitige Warnmeldungen an die Katastrophenschutzleitstellen, die Kommunen, die Einsatzkräfte und die Bevölkerung herauszugeben.

Die FDP-Fraktion bittet um die Beantwortung der folgenden Fragen:

  1. 1.) Gibt es für Zwingenberg einen Generalentwässerungsplan, aus dem sogenannte Überstaupunkte hervorgehen? Wenn ja – von wann ist dieser Plan? Welche Ereignisszenarien wurden begutachtet? Wie oft wird der Plan aktualisiert?
  2. 2.) Ergeben sich aus der Starkregengefahrenkarte oder ggfs. aus dem Generalentwässerungsplan für Zwingenberg kommunale Handlungsbedarfe, bspw. ein weiterer Ausbau von sogenannten Retentionsmulden oder den Ausbau der Kanalisation?
  3. 3.) Wie verläuft die Warnmeldekette für ein Starkregenereignis im Kreis Bergstraße bis auf die kommunale Ebene von Zwingenberg?
  4. 4.) Was genau ist in Zwingenberg in Zusammenhang mit dem Ausbau des Kreis-Frühwarnsystems geplant bzw. was wird aktuell schon durchgeführt? Laut Homepage des Kreises geht es um Hardware, Software sowie Schulungen, bis ein Regelbetrieb im Herbst 2027 etabliert ist?

Begründung:

Starkregenereignisse können große Schäden verursachen, im schlimmsten Fall sogar Personenschäden. Die FDP Zwingenberg begrüßt die Implementierung des Frühwarnsystems und der Starkregenkarte auf Kreisebene, um Informationen zu bündeln, Vorsorge zu treffen und im Notfall schnell agieren zu können. Uns interessieren nun die Details, soweit sie Zwingenberg, natürlich immer inklusive Rodau, betreffen.

Vielen Dank.